Wie geht es mit dem BayWa-Lagerhaus weiter?

Gesprächsrunde suchte nach Lösungen

16.01.2020 | Attenhausen/Bruckberg.
Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (l.) sprach mit BBV-Kreisobmann Georg Sachsenhauser (m.) und dem BayWa-Spartengeschäftsleiter Agrar Ostbayern, Meinrad Wimmer, über die Zukunft des BayWa-Standortes Attenhausen.
Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (l.) sprach mit BBV-Kreisobmann Georg Sachsenhauser (m.) und dem BayWa-Spartengeschäftsleiter Agrar Ostbayern, Meinrad Wimmer, über die Zukunft des BayWa-Standortes Attenhausen.

Das BayWa-Lagerhaus in Attenhausen wird, so die aktuellen Planungen, voraussichtlich zum 30. Juni geschlossen. Das stellt die Landwirte in der Region vor große Herausforderungen. Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) traf sich deshalb in Attenhausen mit Meinrad Wimmer (BayWa-Spartengeschäftsleiter Agrar Ostbayern), BBV-Kreisobmann Georg Sachsenhauser und mehreren BBV-Ortsobmännern. Das Ziel der Runde: Gangbare Lösungsmöglichkeiten für alle Beteiligten erarbeiten.

Die Landwirte machten bei dem vom Abgeordneten Helmut Radlmeier initiierten Gespräch deutlich, wie wichtig das BayWa-Lagerhaus in Attenhausen für sie sei. Meinrad Wimmer von der BayWa stellte klar, dass die BayWa sich dessen bewusst sei und man seit vielen Jahren nach einer guten Lösung für das BayWa-Lagerhaus in Attenhausen suchen würde. Im Grund seien am Attenhausener Standort viele Faktoren sehr positiv: So habe man dort sehr gute und engagierte Mitarbeiter, mit den Umsatz- und Kundenzahlen sei man zufrieden. Einziges – aber leider entscheidendes – Problem: Das Lagerhaus in Attenhausen ist nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik. Es gäbe zudem verschärfte Vorschriften und Vorgaben etwa hinsichtlich des Brandschutzes. Anders ausgedrückt: Man müsste eine enorme Summe in den Standort investieren. Und dies lasse sich wirtschaftlich einfach nicht darstellen. Man sei deshalb zur Schließung gezwungen, wie sehr er das auch bedauere, so Wimmer.

Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier zeigte Verständnis für alle Beteiligten. Der Abgeordnete warb um für alle Seiten tragfähige Lösungen. Denn es würde jetzt nicht helfen, in die Vergangenheit zu schauen. Man müsse den Blick in die Zukunft richten. Bei dem Treffen wurde klar, dass die BayWa auch künftig ihre Kunden in der Region versorgen werde: Der Ansprechpartner, den die Kunden bereits vom Standort in Attenhausen kennen, wird die Landwirte auch weiterhin persönlich beraten und betreuen. Für die Versorgung der Betriebe mit Betriebsmitteln gibt es die Möglichkeit der Direktzustellung auf den Hof.

Die Getreideerfassung wird mit der Schließung des Lagerhauses in Attenhausen nach Moosburg verlagert. Man müsse deshalb nach anderen kreativen Lösungen suchen, um den Kunden entgegen zu kommen. Erste Lösungsvorschläge wurden bereits in der Gesprächsrunde vorgebracht. Grundsätzlich denkbar wäre zum Beispiel die Nutzung einer privaten Halle als Getreidelager. Ob und wie dieser sowie weitere Vorschläge umsetzbar sind, werden weitere Gespräche zeigen.