Die Gesundheitsregionplus entwickelt sich weiter

Abgeordneter Radlmeier im Dialog mit neuer Geschäftsstellenleiterin

21.06.2021 | Josef Amann | Region Landshut.
Die neue Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregionplus, Eva-Christina Draeger, und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) sprachen über die Weiterentwicklung der Gesundheitsregion  und über den Aufbau von Defibrillatoren in der Region.
Die neue Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregionplus, Eva-Christina Draeger, und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) sprachen über die Weiterentwicklung der Gesundheitsregion und über den Aufbau von Defibrillatoren in der Region.

Wie kann man Gesundheitsversorgung und -vorsorge in der Region verbessern? Daran arbeitet die Gesundheitsregionplus Landshut. Mit der neuen Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion, Eva-Christina Draeger, sprach Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) über die künftige Ausrichtung der Gesundheitsregion – und wie man in der Region besser auf Herzinfarkte reagieren könnte.
 

Stadt und Landkreis Landshut bilden seit 2018 die Gesundheitsregionplus, die vom Freistaat gefördert wird. Seit Februar leitet Eva-Christina Draeger die Geschäftsstelle. Im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier machte sie deutlich, dass sich die Gesundheitsregion weiterentwickeln wolle. Die Vernetzung der bestehenden Angebote und der Akteure sei eine wichtige Aufgabe, wie auch Radlmeier, Mitglied des Ausschusses für Gesundheit und Pflege des Bayerischen Landtags, betonte: „Man muss das Rad nicht immer neu erfinden. Allein durch eine enge Abstimmung kann man die Gesundheitsversorgung für die Bürgerinnen und Bürger weiter verbessern“, so der Abgeordnete.
 
Konkrete Handlungsfelder
 
Die Pionierarbeit ihrer Vorgängerin will Draeger konkret in den drei Handlungsfeldern weiterführen: „Gesundheitsversorgung“, „Pflege“ sowie „Prävention und Gesundheitsförderung“. Die regionalen Akteure und Experten bringt die Gesundheitsregion dann in Arbeitsgruppen innerhalb der einzelnen Handlungsfelder zusammen. Wobei zu den bereits etablierten Gruppen eine weitere aus dem Bereich Prävention hinzukommt: „Mit der Arbeitsgruppe ‚Gesund aufwachsen‘ erreichen wir künftig eine ganz neue Zielgruppe in der Region, die bisher noch nicht direkt angesprochen wurde“, berichtete Draeger. „Nachdem die Corona-Pandemie nun abklingt, können die Gruppen ihre Arbeit wieder vollständig aufnehmen“, kündigte Draeger an.
Neben den Handlungsfeldern gebe es ein bayernweites Schwerpunktthema, das jedes Jahr wechselt. Im kommenden Jahr werde der Fokus auf das Thema Herzinfarkt gelegt. Die Vorbereitungen dafür seien bereits angelaufen, so Draeger.
 
Defibrillatoren werden gefördert
 
„Uns Gesundheitspolitikern der CSU-Landtagsfraktion beschäftigt das Thema schon lange. Wir haben uns deshalb dafür eingesetzt, dass der Freistaat neue Defibrillatoren fördert. Damit waren wir erfolgreich, was mich sehr freut: Knapp 400.000 Euro stellt Bayern für die Anschaffung und das schnelle Auffinden von Defis jetzt zur Verfügung“, erläuterte Radlmeier. In jeder kreisfreien Stadt bzw. jedem Landkreis sollen vier neue Defibrillatoren gefördert werden. „Bei einem Herzinfarkt zählt – ohne Übertreibung – jede Sekunde. Wir brauchen deshalb auch in Stadt und Landkreis Landshut mehr Defis, die schnell auffindbar und jederzeit zugänglich sind – und damit potenziell Leben retten können“, betonte der Landtagsabgeordnete, der auch im Landesgesundheitsrat mitarbeitet.

Die Gesundheitsregionplus sei gerade dabei, sich unter Mithilfe der Kommunen und der Stadt in der Region einen Überblick über bereits bestehende Defibrillatoren zu verschaffen, erzählte Draeger. Im nächsten Schritt wolle man dann die Lücken im Netz ausmachen und gezielt schließen. Draeger und Radlmeier hofften, dass viele geeignete Standorte in der Region gemeldet werden. Das wäre ein echter Fortschritt, den man mit relativ geringem Aufwand erreichen könne, war man sich einig.