„Aufgaben anpacken“

Bürgermeister Deifel und Abgeordneter Radlmeier im Gespräch

10.07.2020 | Josef Amann | Weihmichl.
Die Gemeinde Weihmichl packt etliche Aufgaben an, wie 1. Bürgermeister Hans-Peter Deifel (l.) dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU) schilderte.
Die Gemeinde Weihmichl packt etliche Aufgaben an, wie 1. Bürgermeister Hans-Peter Deifel (l.) dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU) schilderte.

Antritt mitten in Corona-Zeiten: Neue Bürgermeister hatten und haben es derzeit nicht leicht. Weihmichls neuer 1. Bürgermeister Hans-Peter Deifel profitierte allerdings von seiner Erfahrung als stellvertretender Bürgermeister. „Zusammen mit dem Rathaus-Team konnte ich sofort loslegen“, schilderte Deifel dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU) bei dessen Besuch im Rathaus. Das sei auch notwendig gewesen, schließlich gebe es einiges anzupacken.

Ein Projekt auf Deifels Liste: ein neuer Kindergarten in Unterneuhausen. „Wir müssen einen zusätzlichen Kindergarten bauen. Der bestehende ist voll, dort bringen wir keine zusätzlichen Plätze mehr unter“, erläuterte Deifel. Weil die Kapazitäten schon zum neuen Kindergartenjahr gebraucht werden würden, habe man sich für eine Interimslösung entschieden: Am Hartplatz wird die Lösung verwirklicht. Der Standort biete sich an, weil Strom, Kanal und eine ebene Fläche bereits vorhanden seien. Das gute dabei: „Der Hartplatz selbst kann weiterhin, wenn auch mit Einschränkungen, sportlich genutzt werden“, so Deifel.

Förderungen genutzt

Sportlich war auch das Stichwort für ein weiteres Projekt der Gemeinde: Die Sanierung der Turnhalle. „Damit werden wir dieses Jahr fertig. Für insgesamt rund 1 Million Euro haben wir die Turnhalle, sowie die sich anschließende Pausenhalle, umfassend saniert und fit gemacht. Dafür gab es auch jeweils Förderungen vom Freistaat“, legte Deifel dar. Initialzündung für die Sanierungen war seinerzeit ein Hinweis Radlmeiers auf ein spezielles Förderprogramm des Freistaats. Dieses „Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur“, kurz KIP-S, habe man ebenfalls genutzt, fügte der Bürgermeister an. „Mit diesen Mitteln wurde die Pausenhalle neu gestaltet“, so Deifel.

Weitere Mittel von Bund und Freistaat flossen im Rahmen des Digitalpakts an die Schule: Ausgestattet mit einem Sonderbudget in Höhe von rund 4.000 Euro konnte die Gemeinde Leihgeräte für die Schülerinnen und Schüler anschaffen. So war und wird der Unterricht auch in Corona-Zeiten gesichert und die Klassen startklar fürs digitale Zeitalter gemacht. 

Pflegeangebote ausbauen

Neben den Jüngsten ging es im Gespräch auch um die Ältesten: Von Radlmeier angesprochen auf den Bereich Pflege, meinte Deifel, dass er sich gut eine Tagespflege im Gemeindebereich vorstellen könnte. Die Nachfrage danach werde immer größer, waren sich der Bürgermeister und der Landtagsabgeordnete einig. Radlmeier brachte als Mitglied des Ausschusses für Gesundheit und Pflege noch eine weitere Idee an: eine zentrale Anlaufstelle für eine umfassende Pflegeberatung. „Ein regionaler Pflegestützpunkt, getragen von möglichst vielen Akteuren, wäre ein echter Fortschritt. Die Pflege ist ein großer Bereich mit vielen Angeboten, Förderungen und Leistungen. Ein Pflegestützpunkt würde diesen Dschungel lichten – und damit Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen weiterhelfen“, führte Radlmeier aus.

Deifel begrüßte die Initiative: „Eine solche Anlaufstelle wäre absolut sinnvoll“. Er selbst habe schon als Bankberater oft Kunden gehabt, die eine umfassende Beratung, etwa im Bereich des barrierefreien Umbaus im Eigenheim, gesucht hätten. „Bei einem Pflegestützpunkt würde man eine passgenaue Lösung für die individuellen Bedürfnisse finden“, ist sich Deifel sicher.