„Mehr als nur Bodybuilding“

Fitnessstudios als Ort der Gesundheitsvorsorge

22.05.2020 | Rottenburg.
Über die Wiedereröffnung von Fitnessstudios sprachen Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (l.) und Wolfgang Reiter, Inhaber des my-fit24 Fitness Loft.
Über die Wiedereröffnung von Fitnessstudios sprachen Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (l.) und Wolfgang Reiter, Inhaber des my-fit24 Fitness Loft.

In Bayern sind die Fitnessstudios wegen der Corona-Pandemie noch geschlossen. Nach zwei Monaten Schließung spüren Betreiber die finanziellen Einbußen. Doch Wolfgang Reiter, Inhaber des my-fit24 Fitness Loft sorgt sich um etwas ganz anderes: Die Gesundheit seiner Mitglieder.

Reiter stellte dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU) sein Fitness Loft in Rottenburg vor. Seit 2015 gibt es das Fitnessstudio in Rottenburg. Auf 1.500 m² verteilt auf zwei Ebenen kann man trainieren. Reiters Devise: „Gesund bleiben!“. „Fitness ist mehr als Bodybuilding. Reine Bodybuilder nehmen wir gar nicht auf. Denn wir wollen was anderes: Wir wollen die Gesundheit unserer Mitglieder stärken – physisch wie psychisch“, so Reiter. Denn körperliche und geistige Gesundheit gehörten zusammen, meint Reiter. Das regelmäßige Training gebe vielen Halt und stärke dadurch das Wohlbefinden. Deshalb arbeite man mit Ärzten vor Ort und der Schlossklinik zusammen. Wichtige Säulen des Angebots seien der Reha-Sport und Training im Rahmen einer Krebs-Nachsorge.

Hygienekonzept steht

Doch wie könnte ein Betrieb in Zeiten von Corona aussehen? Darüber hat sich Reiter mit seinem Team schon viele Gedanken gemacht – und gute Lösungen gefunden: Dadurch, dass sich das Studio auf zwei Stockwerke erstreckt, ist das Geschehen ohnehin schon entzerrt. Zudem nutze man schon im Normalbetrieb digitale Möglichkeiten: Mithilfe eines Armbands gelangen die Mitglieder ins Gebäude. Außerdem können die Mitglieder eine App ihre Vertragsdaten einsehen und anpassen. Dank der App könne man bequem von zuhause aus einsehen, wie hoch die Auslastung des Lofts gerade sei. Durch Armband und App verhindere man eine Gruppenbildung am Eingang. „Schlangen wie vor Geschäften würde es bei uns deshalb nicht geben“, so Reiter.

Im Studio selbst wird von Beginn an Hygiene großgeschrieben. Für die Mitarbeiter gelte Maskenpflicht. Jedes zweite Trainingsgerät werde gesperrt, um den Abstand sicherzustellen. Desinfektionsmittel stehe bereit, jedes Mitglied ist angehalten, sein Trainingsgerät nach der Benutzung zu reinigen. „Das klappt immer sehr gut. Wegen Corona haben wir zusätzliche Spender aufgestellt. Außerdem reinigen die Mitarbeiter die Geräte zudem in noch kürzeren Abständen“, führte Reiter aus. Regelmäßige Belüftung fällt leicht: Dank der Konzeption als Loft könne man mit 52 Fenstern bestens durchlüften. Als weitere Vorsorgemaßnahme bliebe im Falle einer Wiedereröffnung der Bereich mit Duschen und Sauna gesperrt.

Schutz geht vor

„Der Schutz unserer Mitglieder und Mitarbeiter geht für mich vor. Mit unserem umfassenden Konzept sind wir für die Wiedereröffnung gut gerüstet“, fasste Reiter zusammen. Eine Öffnung der Fitnessstudios in Bayern konnte sich Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier gut vorstellen: „Gerade der Aspekt der Gesundheitsprävention überzeugt. Vorsorge ist immer besser als Nachsorge.“ Die Gesundheit sei aber auch das Stichwort auf der anderen Seite: Jede Lockerung stehe unter einem großen Vorbehalt: Der weiteren Entwicklung der Infektionszahlen, so der Abgeordnete.