Tornado-Ersatzbeschaffung

CSU-Fraktion setzt sich für Eurofighter und Luftfahrtstandort Bayern ein

14.05.2020
Der Arbeitskreis Wehrpolitik der CSU-Landtagsfraktion. Foto: Archiv.
Der Arbeitskreis Wehrpolitik der CSU-Landtagsfraktion. Foto: Archiv.

Per Dringlichkeitsantrag setzt sich die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag dafür ein, beim Ersatz für die auszumusternde Tornado-Flotte der Luftwaffe auch zuverlässig Eurofighter zu beschaffen. Hintergrund sind die Planungen des Bundesverteidigungsministeriums, die auszumusternde Tornado-Flotte der Luftwaffe sowohl mit bis zu 93 Eurofighter von Airbus als auch mit 45 F-18-Flugzeugen des US-amerikanischen Herstellers Boeing zu ersetzen. Die parlamentarische Entscheidung in Berlin steht noch aus.

Dazu Johannes Hintersberger, wehrpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion: „Die Modernisierung der Luftwaffe ist notwendig und ein wichtiges verteidigungspolitisches Signal. Wir wollen den bestmöglichen Schutz für unsere Soldaten. Dafür brauchen wir eine eigenständige europäische wehrtechnische Industrie – unabhängig von den Interessen dritter Staaten.“

„Außerdem fordern wir, dass die US-amerikanischen Kampfjets am Standort Bayern betreut und gewartet werden“, so Helmut Radlmeier, Mitglied des Arbeitskreises Wehrpolitik der CSU-Landtagsfraktion. Hier habe die CSU insbesondere das militärische Luftfahrt-Kompetenzzentrum in Manching im Blick. Es sei wichtig, dort die qualifizierten Arbeitsplätze zu erhalten.

„Bayern soll auch in Zukunft das Rückgrat der militärischen Luftfahrtindustrie in Europa bleiben! Dafür setzen wir uns gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung weiterhin mit aller Kraft ein“, ergänzt der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Sandro Kirchner.

Der Dringlichkeitsantrag wurde im letzten Landtags-Plenum aufgerufen und zur weiteren Beratung in den Wirtschaftsausschuss verwiesen.