Minister besucht Gesundheitsstandort

Staatsminister Sibler im Dialog mit der CSU Vilsbiburg

10.03.2020 | Vilsbiburg / Landkreis.
(v.l.): Ortsvorsitzender Christian Frankowski, Sprecher der Kreistagsfraktion Josef Haselbeck, Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, Landratskandidatin Claudia Geilersdorfer und Bürge
(v.l.): Ortsvorsitzender Christian Frankowski, Sprecher der Kreistagsfraktion Josef Haselbeck, Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, Landratskandidatin Claudia Geilersdorfer und Bürge

Wie geht es mit der Gesundheitsversorgung im Landkreis Landshut weiter? Welche Perspektiven bieten sich dabei für Vilsbiburg?
Und wie kann man mehr Personal für das örtliche Krankenhaus gewinnen?
Diese Fragen diskutierten CSU-Landratskandidatin Claudia Geilersdorfer und CSU-Bürgermeisterkandidat Stephan Steigenberger mit Staatsminister Bernd Sibler, dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier und dem Fraktionssprecher der CSU im Kreistag Josef Haselbeck.

Organisiert und moderiert wurde die Gesprächsrunde in Vilsbiburg vom Ortsvorsitzendem der CSU, Christian Frankowski. Mit dem Krankenhaus Vilsbiburg und dem Kompetenzzentrum für Gesundheitsberufe, in dem Pflegefachkräfte aus- und weitergebildet werden, bot sich der Gesundheitsstandort Vilsbiburg als Ort der Diskussionsrunde an, wie Frankowski festhielt. Zur Sprache kamen die verschiedensten Belange im
Pflege- und Gesundheitsbereich. Beginnend bei dem Fachkräftemangel, über die Neugestaltung der Pflege-Ausbildung, Baumaßnahmen bis hin zur Wohn- und Parksituation der Schüler in Vilsbiburg.

Akademisierung als Chance

Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, führte aus, dass die Hebammenausbildung vollständig akademisiert wird.
Die Hochschule Landshut gehört bayernweit zu den ersten Hochschulen mit einem Hebammen-Studiengang. Das sei der Hartnäckigkeit des Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier zu verdanken, der in den Ausschüssen für Gesundheit und Pflege sowie für Wissenschaft und Kunst im Bayerischen Landtag mitarbeitet. Dank des neuen Studiengangs könne man neue Hebammen künftig vor Ort ausbilden und die Geburtshilfe in den Kliniken in Stadt und Landkreis entsprechend stärken. Im Herbst soll es damit in Landshut losgehen. Auch im Bereich der Pflege wird die Akademisierung voranschreiten, so Sibler. Etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Pflegefachkräfte würden künftig studieren können. Dies werde das Berufsfeld aufwerten.

Eine Aufwertung sei sehr willkommen, meinte Landratskandidatin Claudia Geilersdorfer. Der Landkreis Landshut sei mit den Häusern in Vilsbiburg, Landshut-Achdorf und Rottenburg hinsichtlich der wohnortnahen Gesundheitsversorgung sehr gut aufgestellt. Für eine optimale medizinische Versorgung wären neben baulichen Maßnahmen auch ausreichend Pflegepersonal eine wichtige Grundvoraussetzung. Um Fachkräfte längerfristig zu binden, seien neben einer fairen Bezahlung "weiche"
Standortfaktoren, wie beispielsweise Wohnungen für die Auszubildenden der Pflegeberufe, wichtig, so Geilersdorfer. Für eine weitere Stärkung sprach sich auch Josef Haselbeck, Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion, aus. Als Beispiele nannte er den Erweiterungsbau des Vilsbiburger Krankenhauses und den Erwerb des Karmel-Klosters, um darin beispielsweise Wohngruppen für Demenzkranke einzurichten, mehr Platz für die Verwaltung zu haben oder Bedienstete unterzubringen.

Mehr Wohnungen könnten außerdem durch einen Ausbau des alten Landratsamtes geschaffen werden, fügte Bürgermeisterkandidat Stephan Steigenberger an. Dort sei bereits Pflegepersonal untergebracht. Er plädierte zudem dafür, die Parksituation um das Krankenhaus im Auge zu behalten.