Keramikschule Landshut ist ein Juwel in Bayern

Diskussion über Zukunft

17.01.2019 | Landshut
Schulleiterin Annette Ody und Konrektor Rudolph Schepp zeigten dem Landshuter Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier aktuelle Ausstellungsstücke der Landshuter Keramikschule.
Schulleiterin Annette Ody und Konrektor Rudolph Schepp zeigten dem Landshuter Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier aktuelle Ausstellungsstücke der Landshuter Keramikschule.

Der Landtagsabgeordnete Helmut Radlmeier besuchte die traditionsreiche und international angesehene Keramikschule Landshut. Er zeigte sich nach einem Fachgespräch und einer Führung durch das Haus mit Schulleiterin Annette Ody und Konrektor Rudolph Schepp begeistert. Der Stimmkreisabgeordnete für die Region Landshut resümierte: „Diese Schule ist ein Juwel in Bayern. Ich bin stolz auf diese Einrichtung. Sie ist gerade in unserer heutigen Zeit enorm wichtig“. Helmut Radlmeier will sich deshalb auch für die Zukunft der Schule stark machen.

Die Landshuter Keramikschule ist die älteste in ganz Bayern. Doch damit nicht genug, ist deren Konstellation mit den drei Einrichtungen Berufsfachschule, Berufsschule und Meisterschule in einem Haus wohl weltweit inzwischen einzigartig, wie Annette Ody wissen ließ. Sie betonte: „Ein Garant für den hervorragenden Ruf unserer Schule ist das Lehrerkollegium. Es ist fachlich und menschlich auf einem ganz hohen Niveau. Wir können in einer hoch differenzierten Tiefe ausbilden“. Dies hat sich inzwischen weit herumgesprochen, sodass die Schüler aus ganz Deutschland und aus vielen Ländern zur Landshuter Keramikschule kommen. „Im vergangenen Jahr unterrichteten wir junge Leute aus 13 verschiedenen Ländern“, so Schepp. Man hat somit auch kein Problem, die Klassen besetzen zu können.

Wertebildung

Ody hob hervor: „Wir haben fantastische Persönlichkeiten in unserem Haus“. Ody zeigte auf, welche wichtige Aufgaben der Landshuter Keramikschule gerade in unserer heutigen Zeit zukommen. Man müsse die jungen Leute zu Kunst und Kreativität motivieren. Sie müssten (wieder) lernen, mit all ihren Sinnen zu arbeiten. Es gelte, der Jugend ein Gefühl für die Kunst zu geben. Zudem werden an der Schule wertvolle Sozialkompetenzen wie Ehrlichkeit, Toleranz, Vertrauen und Hilfsbereitschaft vermittelt. Ody stellte klar heraus, dass die Landshuter Keramikschule gerade in unserer heutigen Zeit wichtiger denn je sei.

Bei einem anschließenden Rundgang zeigte sich Helmut Radlmeier begeistert von dem Haus. Neben der Bandbreite der Kunstwerke war Radlmeier auch von der Ausstattung der Schule mit ihren Laboren, Werkstätten, Brennhäusern und Tonaufbereitungen sehr angetan. Sehr stolz ist die Schule auf ihre eigene Fachbibliothek: Sie verfügt über rund 6.000 Bücher und ca. 7.000 Fachzeitschriften. Das älteste Buch stammt aus dem Jahr 1740.

Sowohl Ody als auch Schepp äußerten Bedenken, wie lang man die Erfolgsgeschichte der Schule noch fortschreiben könne. Mehrere Hürden seien zu bewältigen, so die Schulleitung. Auch muss eine Nachfolge für Annette Ody als Schulleiterin gefunden werden: Nach 13 Jahren an der Spitze der Keramikschule verabschiedet sie sich in den wohlverdienten Ruhestand. Radlmeier sicherte zu, sich als örtlicher Stimmkreisabgeordneter und als Mitglied des Kunstausschusses für die Schule einzusetzen. Außerdem hätte die hervorragende Arbeit der Landshuter Keramikschule vor allem in der Region Landshut noch mehr Aufmerksamkeit verdient, so der Abgeordnete.