CSU steht an der Seite der Landwirte

Ex-Minister Brunner zeigte Herausforderungen in der Landwirtschaft auf

26.09.2018
Gemeinsam mit dem langjährigen bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (m.) diskutierten die CSU-Direktkandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl Helmut Radlmeier und Martina Hammerl mit Landwirten aus der Region Landshut.
Gemeinsam mit dem langjährigen bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (m.) diskutierten die CSU-Direktkandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl Helmut Radlmeier und Martina Hammerl mit Landwirten aus der Region Landshut.

Obermünchen. Die CSU hatte zum "Runden Tisch Landwirtschaft" ins Gasthaus Radlmeier in Obermünchen geladen. Denn Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, Landtagslistenkandidat Prof. Dr. Ralph Pütz, Bezirksrätin Martina Hammerl und Bezirkstagslistenkandidat Rudolf Schnur wollten die Sorgen der Landwirte aus erster Hand erfahren. Als ausgewiesenen Experten hatte man Ex-Landwirtschaftsminister Helmut Brunner dazu geladen. Brunner und die anwesenden Bauern zeigten auf, wo es Herausforderungen gibt. 

Der Stimmkreisabgeordnete für die Region Landshut, Helmut Radlmeier, brach eingangs eine Lanze für die heimische Landwirtschaft: „Ob Biobauern oder konventionell erzeugende Landwirte: Unsere regionalen Bauern produzieren hervorragende Lebensmittel.“ Der Abgeordnete betonte die Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft für die Wertschöpfung im Freistaat: „Jeder siebte Arbeitsplatz in Bayern hängt von der Land- und Forstwirtschaft ab. Auch bei uns in der Region Landshut ist die Bedeutung groß.“ Deshalb wolle man beim Runden Tisch erfahren, wie die Politik den Bauern die Arbeit erleichtern könne. Um angesprochene Themen bis ins Detail diskutieren zu können, war der langjährige bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner von den CSU-Kandidaten als ausgewiesener Experte eingeladen worden. 

Brunner, selbst Landwirt, zeigte die großen Herausforderungen in der Landwirtschaft auf: Dies seien zum einen die Preise, die sich fast so wie das Wetter ständig verändern würden. Zum Zweiten die zunehmende Bürokratie. Hier müssen beim Bürokratieabbau den Worten auch Taten folgen, forderte Brunner mit Blick auf Berlin und Brüssel. Und zum Dritten die Einmischung Fachfremder in die Landwirtschaft. Hier könne man fast meinen, ein jeder sei ein Agrarexperte. Damit oft verbunden sei, dass die Landwirtschaft bei vielen Problemen bis hin zum Klimawandel undifferenziert als alleiniger Sündenbock herhalten müsse. „Die Landwirtschaft ist aber auch ein Teil der Lösung“, stellte der ehemalige Staatsminister klar und betonte: „Es liegt im ureigenen Interesse der Bauern, nachhaltig zu denken und zu handeln. Jedem Landwirt liegt viel daran, dass sein Boden fruchtbar bleibt. Schließlich leben wir nicht nur in der Natur und mit der Natur, sondern auch von der Natur.“

Die Teilnehmer des Runden Tisches kritisierten vor allem die „Geiz ist geil-Mentalität“ vieler Verbraucher. Gesunde, qualitativ hochwertige Nahrungsmittel würden in Deutschland nicht wertgeschätzt. „Hauptsache billig“ sei die Devise. Das befeuere den Strukturwandel in der Landwirtschaft: Das Ideal vom kleinen, familiengeführten Bauernhof gebe es immer weniger. Bayern sei hier, auch dank gezielter Förderung, noch eine Ausnahme. In Ostdeutschland dagegen seien große Agrarfabriken die Regel. Diese Beobachtungen konnte Helmut Brunner aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen bestätigen: „In Relation zum Einkommen gibt man in keinem Land der Welt weniger für Nahrungsmittel aus als in Deutschland. Hier muss ein anderes Denken her!“ Entscheidend sei, dass der Verbraucher einen echten Mehrwert bei den heimischen Produkten erkenne – und dafür bereit ist höhere Preise zu zahlen.

Statt Nahrungsmittel aus aller Welt zu importieren, wäre es besser, sie selbst zu produzieren. Die heimischen Landwirte seien ein Teil einer langen Wertschöpfungskette und damit ein Gewinn für jede Region. Die Bauern müssten aber nachhaltig unterstützt werden, damit sie ihrer Arbeit auch in Zukunft nachgehen und die hohe Qualität ihrer Produkte halten können. Der Freistaat bekenne sich daher zu den bäuerlichen Familienbetrieben, wie Landtagsabgeordneter Radlmeier versicherte. Für Landwirtschaft, Forst und Ländliche Entwicklung investiere Bayern 1,5 Milliarden Euro. „Wir geben von allen Bundesländern das meiste Geld aus und unternehmen die größten Anstrengungen für nachhaltige Landwirtschaft. Dazu stehen wir“, fasste Radlmeier zusammen.