Wie es um die Gesundheitsregion bestellt ist

Gesundheitspolitischer Arbeitskreis diskutiert medizinische Versorgung

25.07.2018 | Landshut.
Ein breites Spektrum gesundheitspolitischer Themen diskutierte der gesundheitspolitische Arbeitskreis der CSU und dessen Vorsitzende Ingeborg Pongratz (3.v.r.) mit Stimmkreisabgeordneten Helmut Radlmeier (3.v.l.).
Ein breites Spektrum gesundheitspolitischer Themen diskutierte der gesundheitspolitische Arbeitskreis der CSU und dessen Vorsitzende Ingeborg Pongratz (3.v.r.) mit Stimmkreisabgeordneten Helmut Radlmeier (3.v.l.).

Ärzteversorgung, Zusammenarbeit der Krankenhäuser und die kürzlich erfolgt Ausweisung der Region Landshut als ‚Gesundheitsregion‘ waren die Hauptthemen, um die sich die Diskussion bei der Versammlung des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises (GPA) der CSU drehte. Einen Überblick konnte dazu Stimmkreisabgeordneter Helmut Radlmeier, der im Ausschuss für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag mitarbeitet, liefern.

Der GPA setzt sich für eine flächendeckende medizinische Versorgung ein. Bei seiner letzten Sitzung hatte die Kreisvorsitzende Ingeborg Pongratz den Landshuter Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier eingeladen, um mit dem Gesundheitspolitiker über die drängenden gesundheitspolitischen Themen zu diskutieren.

Gerade das Thema eines sich deutschlandweit abzeichnenden Hausärztemangels beschäftigte dabei die Runde. Diesen Eindruck konnte Radlmeier mit Zahlen unterlegen: „Im nördlichen Landkreis ist ein Drittel der Ärzte über 60!“ Die Gesundheitspolitiker der CSU-Landtagsfraktion seien daher im vergangenen Jahr tätig geworden. „Die Lage habe ich mir im Detail angesehen und mit Bürgermeistern geredet, mich mit der Kassenärztlichen Vereinigung getroffen und Hausärzte besucht. Denn ich bin der Meinung, hier kann man etwas bewegen, bevor es zu spät ist“, führte Radlmeier aus. Um Ärzte für den ländlichen Raum zu gewinnen, brachte die CSU ein umfassendes Antragspaket in den Landtag ein, welche auch beschlossen wurde.

Förderung erhöht

Die GPA-Mitlieder interessierte außerdem die Zukunft der Krankenhäuser in Stadt und Landkreis Landshut. Auch hier hatte Radlmeier gute Nachrichten: „In diesem Jahr haben wir die Krankenhausförderung des Freistaats erhöht – um 140 Mio. Euro auf 643,4 Mio. Euro!“ Von der Krankenhausförderung profitieren die Häuser in der Region, beispielsweise wurden im letzten Jahr das Kinderkrankenhaus mit über 6 Millionen, das Achdorfer Kreiskrankenhaus mit über 14 Millionen sowie das Bezirkskrankenhaus mit über 7 Millionen unterstützt. Darüber hinaus laufen am Landshuter Klinikum die Vorbereitungen für den Bau von drei nagelneuen Bettenhäusern.
Bei den Krankenhäusern sprach sich Radlmeier erneut für eine engere Zusammenarbeit aus. Er wünsche sich eine tiefgreifende Untersuchung, ob und wo man durch den Abbau von Doppelvorhaltungen bares Geld sparen und die Qualität erhöhen könnte. Radlmeier wiederholte zudem die Forderung, die Aus- und Weiterbildung in der Region in einem großen Zentrum für Gesundheitsfachberufe zu bündeln. Damit könne man ferner neue Ausbildungs-Richtungen in der Region etablieren.

Gesundheitsregion voranbringen

Früchte trage die Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis bereits bei der sog. Gesundheitsregion Plus. Dieses vom Freistaat geförderte Programm hat die Optimierung der Gesundheitsversorgung zum Ziel. Kürzlich ist die Region Landshut dem Netzwerk beigetreten. Hier dankte Radlmeier der GPA-Vorsitzenden Ingeborg Pongratz, die schon 2015 im Stadtrat eine regionale Gesundheitsförderung beworben hatte.

„Jetzt geht es darum, den Titel mit Leben zu füllen“, so Radlmeier. Durch eine bessere Vernetzung der Angebote soll die Effizienz und die Qualität der Gesundheitsversorgung gesteigert werden. „Die Teilnahme an diesem Programm ist für die ganze Region – und vor allem für die Menschen, die hier leben – eine große Chance“, unterstrich Radlmeier.