Für eine flächendeckende medizinische Versorgung

CSU-Kandidaten präsentieren Vorschläge

29.06.2018
Die CSU-Kandidaten für die Landtags- und die Bezirkstagswahl für den Stimmkreis Landshut, Helmut Radlmeier, Prof. Dr. Ralph Pütz, Martina Hammerl und Rudolf Schnur, rücken die medizinische und pflegerische Versorgung in den Mittelpunkt.
Die CSU-Kandidaten für die Landtags- und die Bezirkstagswahl für den Stimmkreis Landshut, Helmut Radlmeier, Prof. Dr. Ralph Pütz, Martina Hammerl und Rudolf Schnur, rücken die medizinische und pflegerische Versorgung in den Mittelpunkt.

„Bestmögliche medizinische und pflegerische Versorgung – von der Geburt bis ins hohe Alter“, fordern die CSU-Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl, Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier, Landtagslistenkandidat Prof. Dr. Ralph Pütz, Bezirksrätin Martina Hammerl und Bezirkstagslistenkandidat Rudolf Schnur. Dazu stellen sie eine Reihe von Maßnahmen vor.

Handlungsbedarf sehen die Kandidaten bei den Haus- und Fachärzten: Viele Ärzte im Landkreis seien bereits über 60, ein Nachfolger für die Praxis oft nicht in Sicht. Durch das aktive Zusammenspiel von Ärzten, der Kassenärztlichen Vereinigung, Kommunen und Politik können wir erreichen, dass den Bürgerinnen und Bürgern auch abseits der größeren Städte ausreichend Hausärzte zur Verfügung stehen, so Prof. Dr. Ralph Pütz, der selbst in einer kleinen Ortschaft lebt. Anreize biete hier das von der CSU-Landtagsfraktion erarbeitete Maßnahmenpaket, das dem Mangel an Hausärzten begegne.

Helmut Radlmeier, der als Mitglied des Ausschusses für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag das Paket mitausgearbeitet hat, bringt zudem Maßnahmen für Kinder- und Fachärzte ins Spiel: Da die Statistik Stadt und Landkreis zusammenzähle, ist die Region mit Kinderärzten überversorgt. „Die Realität sieht aber anders aus“, weiß der Abgeordnete. Gerade im nördlichen Landkreis brauche man dringend einen Kinderarztsitz. „Deshalb sollte man die Ansiedelungsbereiche trennen, wie es uns schon bei den Hausärzten gelungen ist.“

Gesundheitsregion voranbringen

Eine weitere Forderung: Die sog. ‚Gesundheitsregion Plus‘ müsse vorangebracht werden. Bisher sei hier wenig geschehen. Allein der Titel reiche aber nicht. Vielmehr müsse man alle Akteure des Bereichs stärker vernetzen und Zusammenspiel der einzelnen Bereiche verbessern. „So schafft man einen echten Mehrwert für die Bevölkerung, aber auch für die Akteure selbst“, ist sich Rudolf Schnur, Stadtrat und Aufsichtsrat des Landshuter Klinikums sicher. Die Zusammenarbeit müsse dabei regelmäßig auf den Prüfstand.

Zusammenarbeit ist gefragt

Eine echte Zusammenarbeit wünschen sich die Kandidaten auch bei den Krankenhäusern der Lakumed-Gruppe und dem Klinikum. Dadurch könne man das Aufgabenspektrum erweitern, die Qualität der einzelnen Abteilungen noch weiter verbessern und Kosten sparen. So könne man sich beispielsweise bei Apotheke, Zentralsterilisation und Einkauf zusammentun. Die rechtliche Form der Kooperation, etwa ein Landshuter Krankenhaus-Zweckverband, sollen die Träger, also Stadt und Landkreis Landshut, gemeinsam mit den Häusern ausarbeiten. Im Zuge dieses Prozesses sollen alle Optionen auf den Tisch.

Außerdem wünschen sich die Kandidaten ein gemeinsames Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe. Dort könnten die so dringend benötigten Pflegefachkräfte, Hebammen und Röntgenassistenten ausgebildet werden. Mit dem Gebäude, das derzeit das Landratsamt beherberge, hätte man künftig einen idealen Standort dafür, erläutert Martina Hammerl. Angesichts der demografischen Entwicklung brauche man dieses Personal in der Region. Gerade in der Pflege benötige man mehr Plätze – auch in der Kurzzeitpflege. Der Freistaat habe bereits Gelder zur Verfügung gestellt. Als nächstes müssten die Bedingungen für die Pflegenden, z. B. durch eine bessere Bezahlung, verbessert werden.

„Wie schon bei unserem Zukunftskonzept zur Mobilität verstehen wir unsere Forderungen als Basis für eine offene Diskussion zu diesen Themen. Wir freuen uns auf weitere Anregungen der Bürgerinnen und Bürger. Wir wollen erreichen, dass auch künftig die medizinische Versorgung auf einem sehr hohen Niveau im ganzen Landkreis und der Stadt Landshut gesichert ist. Dafür müssen sowohl für die niedergelassenen Ärzte, die Krankenhäuser und in der Pflege Verbesserungen angepackt werden“, sind sich die CSU-Kandidaten einig.