Krankenhaus-Kooperation erleichtern

Antrag im Gesundheitsausschuss behandelt

23.03.2018 | München/Landshut

Der Ausschuss für Gesundheit und Pflege des Bayerischen Landtags hat diese Woche einem Antrag der CSU-Fraktion zugestimmt, wonach die Zusammenarbeit von Kliniken vereinfacht werden soll.

„Wir wollen geprüft haben, ob durch Änderungen des Kartellrechts im Bereich der Zusammenarbeit von Krankenhäusern die Kooperation erleichtert und der administrative Aufwand reduziert werden kann“, erläutert Helmut Radlmeier, zuständiger Berichterstatter der CSU-Landtagsfraktion.

„Bundespolitische Vorgaben haben zu einer Verschlankung in der Krankenhauslandschaft geführt. Gerade kommunale Krankenhäuser im ländlichen Raum sind häufig defizitär. Häuser mussten schließen, andere stehen vor großen Herausforderungen. Weitere Schließungen wollen wir verhindern. Den Vorstoß der AOK, Kliniken zu schließen, lehne ich daher ab.
Vielmehr muss die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt werden. Um das zu erreichen, sind Kooperationen von Krankenhäusern ein guter Weg. Auch für die Region Landshut würde eine enge Zusammenarbeit bis hin zu einem Zusammenschluss des Klinikums und der Lakumed-Kliniken etwa zu einer Art Zweckverband Vorteile bringen: Kosten könnten durch den Abbau von Doppelstrukturen und die Nutzung von Synergien gespart und die Qualität weiter gesteigert werden. Die ersparten Kosten könnte man in den Erhalt und die Spezialisierung der vier Standorte investieren. Mögliche Hindernisse für solche Kooperationen, die sich etwa aus dem Kartellrecht ergeben, wollen wir beseitigt haben“, so Radlmeier zum Hintergrund des Antrags. Nun muss das Plenum dem Antrag noch zustimmen.